
Hitzeschutz in Landauer Kitas: Bürgermeister Lukas Hartmann kündigt einen Paradigmenwechsel an – mit Klimaanlagen, Verschattung und einem strukturierten Plan…
Der Sommer macht uns allen zu schaffen – aber für die Kleinsten in unserer Region wird es in den Kitas buchstäblich brenzlig. Die Klimakrise ist längst in den Landauer Kindertagesstätten angekommen, und die jüngsten Hitzewellen haben deutlich gezeigt: So kann es nicht weitergehen. Bürgermeister Lukas Hartmann hat jetzt reagiert und kündigt einen grundlegenden Wandel beim Hitzeschutz öffentlicher Gebäude in Landau an.1
Stell dir vor, du schläfst oder spielst den ganzen Tag in einem Raum mit über 30 Grad. Für Kinder in Landauer Kitas ist das an Hitzetagen leider keine Seltenheit mehr. Die Temperaturen in Gruppen- und Schlafräumen steigen so stark an, dass ein regulärer Kita-Betrieb kaum noch möglich ist.1
Als konkretes Beispiel dient die Kita Wilde 13: Dort wurde in diesem Jahr eine denkmalgerechte Außenverschattung an einem Gruppenraum getestet. Die Einrichtung dokumentierte dabei regelmäßig die Raumtemperaturen. Das Ergebnis klingt erst mal positiv – die Außenrollos senken die Temperatur um rund zwei Grad. Doch bei Ausgangswerten von über 30 Grad reicht das schlicht nicht aus.1
Bürgermeister Lukas Hartmann spricht Klartext: „Die Klimakrise verändert die Anforderungen an unsere öffentlichen Gebäude grundlegend. Räume, in denen Kinder betreut werden oder schlafen sollen, dürfen sich nicht auf über 30 Grad aufheizen. Das ist weder für die Kinder noch für die Beschäftigten zumutbar.“1
Seine Schlussfolgerung: Passive Maßnahmen wie Verschattung bleiben wichtig, aber die Stadt muss jetzt auch den Einstieg in die aktive Kühlung öffentlicher Gebäude schaffen – etwa mit Klimaanlagen. Hartmann macht damit deutlich, dass die bisherigen Ansätze allein nicht mehr ausreichen werden.1
Ein besonderes Hindernis auf dem Weg zu mehr Hitzeschutz ist der Denkmalschutz. Aktuell kostet alleine die denkmalgerechte Verschattung eines einzelnen Fensters mehrere tausend Euro. Das ist kaum schnell und flächendeckend umsetzbar.1
„Denkmalschutz und Klimaanpassung dürfen kein Widerspruch sein“, betont Hartmann. Er fordert deshalb, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu überprüfen und an die Herausforderungen der Klimakrise anzupassen. Dieses Thema treibt Landau auch aktiv im Städtetag Rheinland-Pfalz voran.1
Bürgermeister Lukas Hartmann und Beigeordnete sowie Jugenddezernentin Lena Dürphold haben sich klar positioniert: Es braucht einen strukturierten Hitzeschutzplan für alle kommunalen Gebäude. Das Gebäudemanagement arbeitet derzeit eine Vorgehensweise aus, die noch im Sommer in die politischen Gremien eingebracht werden soll.1
Dabei soll systematisch geprüft werden, welche Maßnahmen für welches Gebäude geeignet sind. Die Bandbreite reicht von Verschattungen über energetische Sanierungen bis hin zu aktiven Kühlsystemen wie Klimaanlagen oder Wärmepumpen mit Kühlfunktion. Die Priorisierung ist klar:
Auf diese Reihenfolge hatte sich der Stadtvorstand bereits im vergangenen Jahr geeinigt.1
Die städtischen Kitas stehen nicht mit leeren Händen da. An besonders heißen Tagen setzen sie bereits heute zahlreiche Schutzmaßnahmen um, individuell abgestimmt mit Konzepten für jede Einrichtung. Auch finanziell ist bereits einiges geflossen: Über das kommunale Klimaschutzprogramm KIPKI haben die Landauer Kitas Zuschüsse von bis zu 8.000 Euro für Verschattungsmaßnahmen je Einrichtung erhalten.1
Auf Vorschlag von Lukas Hartmann und Lena Dürphold fließt außerdem mindestens 1 Million Euro des Sondervermögens des Bundes für Landau in Hitzeschutzmaßnahmen an städtischen Kita- und Schulgebäuden. Doch beide machen deutlich: Das alleine wird künftig nicht mehr ausreichen.1
Beigeordnete Lena Dürphold bringt es auf den Punkt: „Kinder gehören ebenso wie ältere Menschen zu den Personengruppen, die unter extremer Hitze besonders leiden. Gleichzeitig müssen Eltern sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder auch an heißen Tagen gut betreut werden.“1
Deshalb brauche es langfristige Lösungen – und das Bewusstsein, dass Hitzeschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. „Hitzeschutz darf nicht nur dann ein Thema sein, wenn draußen 35 oder 40 Grad herrschen“, so Hartmann und Dürphold gemeinsam. Das Ziel: Bereits im kommenden Sommer sollen die ersten zusätzlichen Räume spürbar besser vor Hitze geschützt sein.1
Was Landau hier anpackt, ist wichtig – nicht nur für die Kitas, sondern für die gesamte Gemeinschaft. Denn wenn die Kleinsten in unserer Region sicher und gut betreut werden können, auch wenn die Temperaturen klettern, dann ist das ein Zeichen dafür, dass unsere Stadt zusammenhält und vorausdenkt. Wir bei Antenne Landau bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, wie sich der Hitzeschutzplan entwickelt. Bleib cool – wir melden uns!1






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